Endlich mobil unterwegs mit dem eigenem Roller

Wir entscheiden uns, einen Roller zu mieten, eine Investition von 23 € für 5 Tage. Für uns ist das ein Mehr an Flexibilität, für mich ein Mehr an Aufregung, da es keine richtigen Regeln im Straßenverkehr gibt. Jeder fährt wie es ihm in den Kram passt, Hauptsache wild durcheinander und chaotisch. Du darfst rechts und links überholen oder wo immer sich eine Lücke ergibt. Schaltet eine Ampel auf Rot, so ist es deine Pflicht, sich durch die ganzen Autos hindurch bis nach vorne zu schlängeln und einen Platz in den ersten Reihen zu ergattern. Dort stehst du dann in einem Pulk mit hundert Rollerfahrern, die mehr als ungeduldig auf ihr Startzeichen warten. Grün! Jetzt rasen alle auf einmal los. Natürlich besitzt Niemand einen Helm, wozu auch, denn es geht sehr gut oben ohne. So ein Ding ist nur was für Weicheier oder für ordentliche Deutsche. Wir besitzen natürlich einen Helm. Die Passform lässt zwar zu wünschen übrig, doch sicher ist sicher.

Unterwegs in Chiang Mai
Passende Helme, rot für Frauen, blau für Männer

Als Erstes fahren wir zum Wat Phra That Doi Suthep, der 15 km außerhalb der Stadt liegt. Die Fahrt dorthin ist sehr aufregend für mich. Stefan fährt, Sophia hat ihre Freude und ich mache einfach die Augen zu, damit ich das Drama rings um mich herum nicht sehe.

Ganz klare Anweisung
Ganz klare Anweisung

Das Kloster auf dem Berg Doi-Suthep ist das Wahrzeichen von Chiang Mai. Nachdem wir heile dort angekommen sind, gehen wir über eine mit Schlangen verzierte Treppe hinauf zum Tempel. 305 Stufen zählen wir.

Oben empfängt uns ein nettes Schild mit der freundlichen Aufforderung “ Foreigners this way –> please buy the ticket“. Ich fühle mich geehrt, weil ich als „Ausländer“ mit einem höheren Preis zum Erhalt dieser wirklich sehr schönen Tempelanlage beitragen darf.

Oben empfängt uns die ganz aus Gold bestehende Chedi. Diese achteckige Kuppel soll eine Reliquie des Buddha enthalten. Ein Wandelgang führt um das Heiligtum herum.
Es gibt in der Anlage so viele Tempel, dass man sich gar nicht alle anschauen kann. Wir haben uns einfach drei für eine Besichtigung herausgesucht. Alle sind prächtig ausgeschmückt.

Wat Phra That Doi Suthep in Chiang Mai
Die Chedi im Wat Phra That Doi Suthep
Chiang Mai
Wat Phra That Doi Suthep, kunstvoll verzierte Tempel
Im prachtvollen Tempelinneren
Im prachtvollen Tempelinneren

Sophia ist begeistert von der Statue des weißen Elefanten im Vorhof. Dort gibt es noch ein Marmorhäuschen mit einer großen Glocke und Unmengen von kleinen Glocken. Von hier haben wir eine super Aussicht auf Chiang Mai.

Heute ist Kindertag und wir besuchen den Zoo. Sophia freut sich und füttert voller Begeisterung die Elefanten.

An unserem vorletzten Tag als stolze Rollerbesitzer, wollen wir das Gefährt noch einmal so richtig nutzen und zum Canyon fahren. Das ist ein See, der laut Prospekt wunderbare Bademöglichkeiten zum Abkühlen an heißen Sonnentagen bietet.

Rollerfahrstunde bei den Tuang Thong Canyon, Hang Dong bei Chiang Mai
Rollerfahrstunde bei den Tuang Thong Canyon, Hang Dong bei Chiang Mai

Nach unserer Landkarte und den Beschreibungen von Leuten, ist er babyleicht zu finden. Das Gegenteil ist der Fall. Ständig halten wir an und fragen Jeden, der uns begegnet nach dem Weg. Trotzdem verfahren wir uns immer wieder.

Stunden später kommen wir an. Das Abkühlen entfällt, denn inzwischen ist das Wasser warm, aber das Baden ist dennoch herrlich. Dann möchte ich mal Roller fahren. Ganz alleine kurve ich damit auf dem Weg herum. Sicher ist sicher.

Der Spielplatz aus Bambus
Der Spielplatz aus Bambus

Weiter geht es, denn Stefan hat gelesen, dass es in der Nähe einen Spielplatz plus Restaurant geben soll. Sophia ist völlig begeistert. Sie tobt sich aus an den Spielgeräten, die aus Bambushölzern hergestellt sind. Wunderschön. Der erste Spielplatz, den wir in Thailand gefunden haben. Normal braucht es auch keinen, denn wie ich es bisher gesehen habe, sind Kinder mit ihren Eltern bei der Arbeit. Dort müssen sie sich selbst beschäftigen oder schauen Fernsehen. Andere wiederum werden in der Familie betreut, gehen in die Schule und helfen zuhause mit.

Hier haben wir gewohnt:

Drei Tage im Bupatara für 12 €/DZ mit Frühstück und Pool
Unser Zimmer ist sehr sehr einfach. Die Holzmöbel sind unten abgesplittert und haben schon bessere Zeiten gesehen. Das Bett ist alles andere als einladend und wir entscheiden, in unseren Seidenschlafsäcken zu nächtigen.

Umzug in das Noble Guesthouse 2 für 14 €/DZ
Leider war es etwas weiter entfernt vom Zentrum und wir müssen ein schönes Stück laufen, doch die Zimmer sind in Ordnung.

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