Eine Busfahrt von Samara zur Drake Bay

Wir stehen an der Hauptstraße von Samara, heben die Hand und prompt hält der Bus vor unserer Nase an. Klappt alles prima. Es ist ein „besserer“ Bus, der direkt über die neugebaute Brücke über den Rio Tempisque nach San José fährt, ohne den Umweg über Liberia. Alles läuft gut. Entspannt erreichen wir nach 6 Stunden Terminal 7.10 in der Hauptstadt. Wohnen werden wir im gleichen Hotel wie beim letzten Zwischenstopp. Wir sind fast am Ende unseres Aufenthalts in Costa Rica, da finden wir eine gute Busfahrplanübersicht auf www.visitcostarica.com, denn es ist nicht immer einfach herauszufinden, von welchem Terminal welcher Bus in welche Richtung fährt.

Am nächsten Tag kaufen wir uns beim Bäcker was zum Frühstück. In der Zeit wo wir das Gepäck holen, isst Sophia. So hat sie eine Beschäftigung und wir können in Ruhe unseren Kram erledigen, denken wir. Heulend kommt sie angelaufen. Beim Abbeißen ist ihr ein Zahn herausgefallen und der liegt nun irgendwo auf dem Boden. Sie braucht ihn aber, weil er unter ihr Kopfkissen muss, damit nachts die Zahnfee ein kleines Geschenk bringt. Ich also rein ins Hotel, Besen holen, kehren und den Zahn finden bevor das bestellte Taxi kommt. Zum Glück finden wir ihn. Strahlende Kinderaugen sind die Belohnung für meinen Sondereinsatz.

Das Taxi bringt uns für 2.000 Colon (3,30€) zum Tracopa Busterminal. Von dort fahren die Busse in Richtung Süden ab. Wir bezahlen 17.400 Colon (28,65€) für die Strecke nach Palmar Norte. Wir sind froh, dass es das letzte Mal ist, dass wir nach San José mussten um weiterzukommen. Es nervt extrem und man benötigt viel Zeit.

Während Stefan das Gepäck zum Einladen abgibt und dafür einen Zettel mit Nummer erhält, suchen Sophia und ich einen Sitzplatz im Bus. Plötzlich steht eine Frau vor mir und quasselt mich auf Spanisch voll. Irgendwann wird mir klar, dass ich auf ihrem Platz sitze. Die Gepäcknummer ist auch gleichzeitig die Sitzplatznummer. Na gut, das hatten wir noch nie. Wieder was dazugelernt.

Palmar Norte ist keine schöne Stadt. Wir suchen ein nettes Restaurant. Fehlanzeige. Abends ist es wie ausgestorben. Für eine Nacht geht es, denn morgen reisen wir weiter. Mit dem Kleinbus geht es für 1.000 Colon (1,65€) nach Sierpe. Von dort fahren die Boote nach Drake Bay ab. Achtung: Man muss vorher eine Unterkunft gebucht haben und diese Bestätigung bei der Bootsanlegerstelle vorzeigen, sonst nehmen sie einen nicht mit!!!

Wir sitzen mal wieder in einem völlig übertrieben motorisierten Boot. Auf dem Fluss hält sich der Kapitän oder sagt man Steuermann noch etwas zurück, doch als wir das offene Meer mit höheren Wellen erreichen, dreht der Bootsmann richtig auf. Es macht ihm sichtlich Spaß. Voll Speed flitzt das Boot über das Wasser, d.h. eigentlich heben wir ab und springen über die Wellen. Ich finde es witzig, doch den meisten Passagieren sieht man ihre Angst deutlich an. Wohlbehalten kommen wir nach 1 1/2 Stunden im Dorf Agujitas de Drake an.

Zwischenstationen: Hier haben wir gewohnt

Eine Nacht im Hotel Dorado, San José für 25,20€.
Dieses Mal war der Preis höher als vor einer Woche. Das verstehe wer will. Prädikat: Ordentlich

Eine Nacht im Hotel El Teca, Palmar Norte für 35,20€
Der Rezeptzionist spricht Englisch, damit klappte es mit der Verständigung sehr gut und alle sind sehr hilfsbereit. Das Zimmer hatte eine Klimaanlage, war sauber und es standen kostenlos Kaffee und Tee bereit. Prädikat: Empfehlenswert.

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