Auckland

Wir stehen früh auf. Danach machen wir Frauen Frühstück auf der schönen Veranda des Küchenhäuschens, und die Männer packen ihre Sachen. Später ist es umgekehrt, Männer spülen und Frauen packen ihren Kram. Pünktlich um 10.00 Uhr starten wir in Richtung Auckland, da wir heute unser Wohnmobil bei Maui Station abgeben müssen.

Die Küstenstraße windet sich in unzähligen Kurven um die Bucht mit immer wieder neuen wunderbaren Ausblicken. Sophia ist knatschig, weil heute niemand mit ihr spielt, und die Erwachsenen lieber zum Fenster hinausschauen, wo eine bezaubernde Landschaft vorüberzieht. Das gibt sich erst, als sie den kleinen Swimming- und Whirl Pool in unserem Hotel „Manukau Motorlodge“ entdeckt. Am Abend gehen wir in „Broncos Steakhaus“. Die dicken Sirloin Steaks schmecken ausgezeichnet. Die Auswahl der Restaurants in Manukau, einem Vorort von Auckland ist sehr begrenzt, das Fast Food Angebot dagegen unerschöpflich.

Am nächsten Tag statten wir der riesigen Shopping Mall, der Hauptattraktion Manukaus, einen Besuch ab. Den restlichen Tag verbringen wir mit Relaxen, Reisetagebuch schreiben, Lesen und Waschen.

Am Mittwoch geht es mit dem Zug nach Auckland. 45 Minuten dauert die Fahrt bis „Britomat“, dem Transportzentrum am Hafen. Wir haben eine Familycard und 2 Einzelkarten gelöst für 40,00 $ (= 23,60 €). Achtung: Die Fahrkarten nicht wegwerfen, denn beim Durchschreiten der Sperre am Zielort müssen sie nochmals vorgezeigt werden. Der Beamte diskutiert eifrig mit meiner Mutter, die ihren Fahrschein verschlampt hatte.

Auf dem Te Wero Walkway
Zwei Weltreisende auf dem Te Wero Walkway

In Auckland bummeln wir am Ferry Building entlang, dessen frisch lackierter, roter Zaun eine Augenweide ist. Über die Zugbrücke gelangen wir in das neue Hafenzentrum und kriegen große Augen, als wir die feudalen Yachten dort liegen sehen, dahinter die Skyline mit dem Fernsehturm. Am Silo Park endet der Weg. Sophia hüpft dort im Wasserbecken herum. Die anderen Spielgeräte sind aus Metall und damit in der Hitze unbenutzbar. Schade.

Ein Schiff verlässt unter der hochgezogenen Brücke das Viadukt Basin
Ein Schiff verlässt unter der hochgezogenen Brücke das Viadukt Basin

In der Ferne liegt im Dunst die Harbour Bridge. Ob da bei der Hitze heute geklettert wird, ist fraglich. Am Fischmarkt bestaunen wir, was das Meer so alles hergibt und laufen dann weiter zum Aotea Square, kurz „The Edge“ genannt. Sophia hat noch kurz Zeit mit den blauen Schaumstoffteilen zu basteln, bevor um 16.00 Uhr alles weggeräumt wird. Vorbei das schöne Outdoor-Leben, still liegt der Platz in der Hitze. Die meisten Geschäfte schließen um 18.00 Uhr, die Malls spätestens um 20.00 Uhr, auch in Auckland. Über die belebte „Queens Street“, wo alte Fassaden auf moderne Glasbauten treffen, geht es zurück zum Hafen.

Glitzernde Paläste
Glitzernde Paläste

Meine Mutter ist in Spendierlaune und gibt ein Essen aus, weil es unser letzter ruhiger gemeinsamer Abend ist. Wir kehren in „The Crab Shack“ ein und bestellen das Beste, was die Speisenkarte hergibt, eine riesengroße Krabbe, genannt „The King“ für 115,00 NZL $ (= 68,45 €). Der Kellner meint, die Portion reicht für uns alle. Der kannte unseren Hunger nicht. Gut, dass wir eine reichliche Vorspeise hatten. Zurück im Hotel lassen wir uns bei einer Flasche Wein draußen nieder. Endlich ist es noch richtig warm nach Sonnenuntergang. Solche Abende habe ich im neuseeländischen Sommer sehr vermisst.

So wenig? Wie sollen wir da alle satt werden?
So wenig? Wie sollen wir da alle satt werden?

Der letzte Tag in Neuseeland beginnt mit Ausschlafen, ausgiebigem Frühstück und noch ausgiebigeren Shopping-Erlebnis. Die NZL $ müssen weg. Thomas und meine Mutter geben Sophia eine Karussellfahrt nach der anderen aus. Während sie sich so vergnügt, gehen wir einkaufen. Das endet mit einem Streifzug durch alle asiatischen Fast Food Anbieter der Mall. Überhaupt kommt man sich in Auckland ein wenig wie in China vor. Alles ist sowohl in Englisch als auch in chinesischen Schriftzeichen ausgeschildert. Eine Werbung macht auf das chinesische Neujahrsfest aufmerksam und verkündet, dass 2016 das Jahr des Affen ist, welches viel Unruhe mit sich bringt. Schöne Aussichten.

Im Hotel verzehren wir unsere Leckereien. Sophia stecke ich in die Badewanne, damit Stefan und ich mal in Ruhe nach Unterkünften auf Fiji suchen können, unserem nächsten Ziel. Dann packen wir. Meine Mutter und Thomas schimpfen vor sich hin, denn ihre Koffer sind zur Hälfte mit unseren Sachen gefüllt: Steine, Muscheln, Souvenirs, ausrangierte Kleidung. Viereinhalb Monate Weltreise, da kommt Einiges zusammen.

Thomas und Stefan hüpfen nochmal über die Straße zum Essen kaufen. Heute Abend gibt es echt deutsche Küche, nämlich Schweinebraten mit Kartoffeln und Möhren/Erbsengemüse, zubereitet von einem Chinesen. Um 23.00 Uhr geht’s ins Bett, die letzte Nacht in Neuseeland hat begonnen.

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