Hobbitland – Filmset von „Herr der Ringe“

Am nächsten Tag geht es weiter nach Matamata. Wir möchten ins Hobbitland. Zum Glück kaufen wir uns schon im Infozentrum der Stadt Tickets. Erwachsene zahlen 79 $ (70€) und Kinder bis 8 Jahre sind frei. Durch unsere Top 10 Holiday Card bekommen wir 10 % Rabatt. Als wir an der Farm ankommen, wo die Touren starten, sind wir sehr froh bereits Tickets zu haben, denn vor den Kassen stehen ellenlange Schlangen.

Natürlich ist es sehr teuer, doch wir wollen unbedingt ins Hobbitland und ohne eine Tour kommt man noch nicht einmal in die Nähe der kleinen Häuschen. Es ist alles abgesperrt. Überhaupt ist in Neuseeland jedes noch so kleine Landstück eingezäunt. Geht man ein paar Meter in die freie Natur, stehst du bestimmt vor einem Zaun. Selbst die Wanderwege führen über Privatgrund. Mit Hilfe kleiner Treppen werden die Absperrungen überwunden. Das finde ich ganz schön nervig. Soviel zur unbegrenzten Weite.

Wir haben noch eine gute Stunde Zeit bevor unsere Tour nach Hobbiton los geht. Inzwischen starten die Besichtigungsbusse im Abstand von 15 Minuten. Zunächst fahren wir durch grüne Weidelandschaften. Im Hobbitland angekommen, geht es zu Fuß mit unserer Führerin Kathy weiter. Wie niedlich die kleinen Häuser sind mit ihren bunten Türen. Wir laufen durch den Garten. Gemüse und Obst, alles ist echt. Bei den Dreharbeiten wurden jedoch alle Äpfel von den Bäumen gepflückt, weil sie zu groß sind und durch unechte Kleinere ersetzt, ebenso das Gemüse. Alles aus Pappmaché. Unglaublich, dieser Aufwand.

Das Haus der Kräuterfrau
Das Haus der Kräuterfrau
Der Tisch ist gedeckt
Der Tisch ist gedeckt

Eine Tour reiht sich an die Nächste, so viele Menschen. Mit zwei Mädchen aus Deutschland fallen wir in der Gruppe immer etwas zurück, weil wir Fotos ohne andere Leute machen wollen. Kathy hat alle Hände voll zu tun, uns immer wieder einzufangen. Dieses Durcheinander nutzen wir, um hin und wieder heimlich die kleinen Türen der Wohnungen zu öffnen, um einen Blick ins Innere zu erhaschen. Einige Male werden wir erwischt und ermahnt, weil es natürlich nicht erlaubt ist. Zum Abschluss folgt ein Stopp im „Green Dragon“. Das Ale ist lecker und „kostenlos“. Wir haben gerade die Hälfte davon geschafft, als wir wieder zum Bus gedrängt werden.

Blick auf den "Green Dragon". Bierbrauen könne n diese Hobbits
Blick auf den „Green Dragon“. Bierbrauen können diese Hobbits

Es ist inzwischen Nachmittag, als wir am Startpunkt zurück sind. Der Besucherandrang hat extrem nachgelassen. Wir hatten wohl die Hauptbesuchszeit erwischt. Im Shire’s Rest Café trinken wir noch einen Kaffee. Überhaupt Kaffee. Der ist hier in Neuseeland immer hervorragend, egal ob man am Kiosk, an einer Tanke oder im Restaurant ist.

Insgesamt ist es im Hobbitland sehr schön. Schade, dass man so durchgehetzt wird. Man kann die Tour nicht richtig genießen. Gern hätten wir hier und da mal ein paar Minuten verweilt. Außerdem hatten wir eine sehr ungünstige Zeit erwischt. Ein Besuch früh am Morgen oder nachmittags ab 15.00 Uhr ist sicher die bessere Wahl. Daher empfiehlt es sich, die Tickets ein paar Tage vorher in einer iSite zu besorgen.

Hobbiton
Hobbiton

Wir setzen unsere Tour fort und fahren zur Hot Water Beach auf der Coromandel-Halbinsel.

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