Entspannte Tage in Amed

Mit dem Speedboot geht es zurück nach Sanur auf Bali. Das Wasser ist heute ruhig und wir kommen schnell voran. Das bestellte Taxi wartet am Hafen und über die romantische Küstenstraße erreichen wir den Fischerort Bunutan/Amed. Nachdem wir uns in unserem Bungalow mit zauberhaften Meerblick eingerichtet haben, erkunden wir die Gegend und laufen nach Lipah. Wir mieten uns einen Roller, denn zu Fuß ist die Gegend ist zu weitläufig.

Entlang der Küste gibt es zahlreiche idyllische Badestrände und die Gewässer sind fantastisch zum Schnorcheln geeignet. Wir fahren nach Liga und Jemeluk und in der Bucht von Banjuning sehen wir beim Schnorcheln sogar ein Schiffswrack. Es ist ein 20 Meter langes japanisches Patrouillenboot, welches ziemlich nah am Strand in 2 – 12 Meter Tiefe liegt. Sophia ist außer sich vor Freude über dieses Abenteuer.

Wir sind jeden Tag an irgendeinem Strand. Das Meer ist türkisblau und warm, ideale Schnorchelbedingungen. Das Korallenriff beginnt bereits im hüfthohen Wasser. Ein paar Schritte und du stehst mittendrin zwischen kunterbunten Fischen. Sophia ist kaum noch aus dem Wasser heraus zu bekommen. Sie fühlt sich wie Arielle, die Meerjungfrau.

Nach Amed kommen wenige Touristen. Dass es hier noch relativ ursprünglich zugeht, erkennt man sofort an den Preisen in den Supermärkten. Es gibt auch mal einen teureren Markt, aber generell sind die Waren günstig.

Mittags essen wir an der Straße bei einem Baxostand. Für 10.000 Rp. (0,70 €) gibt es total leckere Suppe mit Nudeln, Salat, frittierte Chips, Schweinefleischbällchen und Tofu. Fast täglich kehren wir hier ein und so kannte uns die sehr nette Frau schnell. Verständigt haben wir uns mit Händen und Füßen. Auf dem Weg entlang der Küste nach Norden entdecken wir kurz vor Amed ein Warung namens „Lari“. Natürlich kehren wir dort ein. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, ist preisgünstig und die Besitzer ausgesprochen freundlich. Sehr gut ist in dieser Region Mahi-Mahi (gemeine Goldmakrele), eine Fischspezialität.

Frischer Fisch an der Straße
Frischer Fisch an der Straße für die Spezialität „Mahi-Mahi“

Damit wir nicht nur am Strand herumlungern sondern auch was von der Gegend sehen, gibt es eine Tour entlang der Küste nach Süden. Wir fahren durch viele kleine Dörfer, die Berge hoch und wieder hinunter und wollen schließlich zu einem Aussichtspunkt, den wir auf unserer Karte entdeckt haben. Die „Straße“, falls man das so bezeichnen kann, ist eine totale Katastrophe: entweder riesige Schlaglöcher oder übersät mit Steinen. Mühsam kommen wir voran.

Die Einheimischen sind völlig von den Socken als sie uns entdecken. Sie winken, rufen uns Begrüßungen zu und starren uns an wie Außerirdische. Besonders die Kinder ziehen wir an wie Motten das Licht und als wir endlich an dem besagten Aussichtspunkt ankommen, rennt schon ein ganzer Haufen hinter uns her. Eine Frau und ein älterer Junge versuchen sich mit uns zu unterhalten. Wir sind eindeutig die Attraktion hier und eine willkommene Abwechslung in ihrem harten Alltag. Abseits vom Tourismus sehen wir wie die Leute wirklich leben, wie arm sie sind, trotzdem wirken sie zufrieden und glücklich. Dieses Erlebnis macht uns wieder einmal bewusst, in welchem Reichtum und Luxus wir in Deutschland leben. Besonders die Kinder, barfuß, in dreckigen Sachen, mit Rotznasen und Wunden, in denen unzählige Fliegen sitzen, werden uns noch sehr lange im Gedächtnis haften bleiben.

Wenn man Entspannung, Ruhe, eine abwechslungsreiche Landschaft, Meer und Sand sucht, ist man in Amed richtig. Wenn man gerne schnorchelt und sich selbst beschäftigen kann (besonders abends) ist man in Amed richtig. Wenn man Bars, Party und Unterhaltung sucht, ist man in Amed falsch.

Wir haben jetzt ein privates Taxi für 500.000 Rp (34,00€) gebucht, das uns nach Kuta bringt.

Hier haben wir gewohnt:

Bos Bungalows, 5 Nächte für 49,67 € mit Frühstück
Die Bungalows sind mit Meerblick und sehr schön. Die Angestellte war sehr nett und hilfsbereit. Es gibt nur eine Kaltwasserdusche, doch bei der Hitze ist das eine willkommene Abkühlung. Du brauchst auf jeden Fall ein Moskitonetz, da du sonst völlig zerstochen wirst. Es ist nur Barzahlung möglich. Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Prädikat: empfehlenswert


Wir hatten zwar mit der Rechnung einige Probleme, da wir wieder mehr zahlen sollten als von Agoda angegeben, doch da die Angestellte ihren Chef nicht erreichte, blieb es beim geringeren Preis. Glück für uns.

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