Hoi An ist eine Reise wert

Morgens klingelt der Wecker wieder frühzeitig. Die Begeisterung von Sophia hält sich in Grenzen. Um 9 Uhr sollen wir abgeholt werden. Unten im Foyer lernen wir Grit und Thomas aus Deutschland kennen, die ebenfalls nach Hoi An fahren wollen, jedoch mit einem Motorrad. Wir warten und warten, doch nichts passiert. Stefan ist langsam unruhig. Ich mache mir keinen Kopf, es ist wie gehabt: Pünktlichkeit ein Fremdwort, welches selten exakte Anwendung findet. Es wird schon werden. Um 10 Uhr, mit nur einem Stündchen Verspätung, erfolgt die Abholung. Na bitte.

Als wir beim Schlafbus ankommen, ist er schon fast voll besetzt, deshalb haben wir nicht die hinteren drei Liegeplätze. Damit niemand von uns allein sitzen muss, quetschen wir uns zu dritt auf zwei Sitze. Hätten wir es vorher gewusst, hätten wir uns das Ticket für Sophia sparen können. Einige Leute müssen dann auch im Gang sitzen, da keine Plätze mehr frei sind. Um 11:30 Uhr fahren wir los. Es ist wirklich unbequem, eng und heiß mit Sophia zusammen auf einem Platz.

Um 15 Uhr kommen wir an. Wir handeln mit einem Taxifahrer 35.000 Dong (1,43 €) für die Fahrt zum Hotel aus. Er fährt zuerst zu einer falschen Unterkunft, bis wir ihm klar machen, wo unsere Unterkunft ist. Wir haben 2 Nächte gebucht. Das machen wir meistens so. Wenn es uns gefällt, verlängern wir, wenn nicht, suchen wir uns eine andere Bleibe.

Am nächsten Tag brechen wir mit geliehenen Fahrrädern zum Strandtag auf. Wir kaufen Sandspielzeug sowie einen Ball, bauen Sandburgen und Dämme. Und wen treffen wir dann zufällig? Grit und Thomas. Wir haben uns dann noch lange mit ihnen unterhalten. Wir waren noch mehrmals am Strand. An den Straßenständen kaufen wir frisches Obst. Die Mangos und Litschis sind so unglaublich frisch, lecker und saftig hier, kein Vergleich zu denen in Deutschland.

Entspannung pur am Strand
Entspannung pur am Strand

Abends gehen wir in die Altstadt von Hoi An, die seit 1999 Weltkulturerbe ist. Wir sind alle völlig fasziniert, denn sie ist wunderschön. Überall hängen Laternen, die mit ihrem Leuchten eine Stimmung wie im Märchen erzeugen. Kunsthandwerker bieten ihre Erzeugnisse an. Beim Schneider kann man sich maßgeschneiderte Garderobe bestellen. Viele Asiaten lassen sich mit der Rikscha durch die Straßen fahren. Ein Muss ist, an einem der Straßenstände am Ufer die kulinarische Spezialität von Hoi An zu essen: Cao Lau. Sie besteht aus etwas Fleisch, Salat und auf ganz besondere Art hergestellte Nudeln. Die gibt es so nur hier, nirgendwo sonst in Vietnam. Es schmeckt super lecker und die nächsten Tage werden wir es noch sehr oft essen.

Super lecker ist Cao Lao, die Spezialität von Hoi An
Super lecker ist Cao Lau, die Spezialität von Hoi An

Wir wechseln nach zwei Nächten die Unterkunft. Sophia kommt mit der alten Frau (Mutter des Besitzers?) nicht zurecht und hat Angst vor ihr. Sie ist ihr unheimlich mit ihrem lauten Erzählen und kichernden Gelächter. So ziehen wir notgedrungen um, denn wir fanden es sehr schön dort. In unserer neuen Unterkunft fühlt sich Sophia wieder wohl. Die Frau hier freut sich über Sophias blonde Haarpracht und macht ihr die tollsten Frisuren.

Zum ersten Mal probieren wir Homestay aus. Es ist ungewohnt für uns, denn wir wohnen bei den Menschen zuhause. Immer wenn wir abends kommen, müssen wir durch das Wohnzimmer laufen. Da sitzt dann die ganze Familie beisammen. Die Kinder spielen und es wird Fernsehen geschaut.

Am nächsten Tag zieht es uns wieder in die phantastische Altstadt. Dort shoppen wir ausgiebig und schauen uns die überdachte japanische Brücke Cau Nhat Ban an. In deren Mitte befindet sich ein kleiner Tempel. Für das Überqueren muss man Eintritt zahlen. Wir haben das Geld lieber in super leckere Mangoteilchen investiert. Danach gehen wir auf den Markt. Dort gibt es reichlich Gemüse, Obst und Fisch zu kaufen. Köstlich anzusehen sind dort die vielen alten Bauersfrauen.

Die japanische Brücke
Die japanische Brücke

Hoi An, diese wunderschöne Stadt sollte man unbedingt besuchen, wenn man in Vietnam ist. Sie verzaubert mit ihrer herrlichen Altstadt, den ganzen kleinen Gassen, Geschäften und den Unmengen von leuchtenden Laternen. Wir sind völlig begeistert. Schade, dass die Zeit hier vorbei ist.

In unserem Homestay buchen wir jetzt noch ein Busticket für 928.477 Dong (37,84€). Unsere Reise geht weiter nach Phong Nha.

Hier haben wir gewohnt:

Petunia Garden – 2 Nächte für 25,68 € incl. Frühstück
Es liegt in einem ruhigen Viertel von Hoi An mitten in einem großen Garten, welcher durch zahlreiche Laternen beleuchtet wird. Die Vermieter sind sehr nett. Das Zimmer ist ok, nur die Bettmatratze ließ uns jede Einzelne ihrer Federn spüren. Schade, dass sich Sophia vor der „alten Dame“ fürchtete, die nur nett zu ihr sein wollte.

Mango Garden Homestay – 3 Nächte für 36,00 € incl. Frühstück
Das Zimmer war sehr schön, ein bisschen Luxus mit Klimaanlage, wenn auch mit Gemeinschaftsbad. Doch alles klappte prima. Es hat uns gut gefallen.

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