Auf dem Mekong von Pak Beng nach Luang Prabang

Auch auf einer Weltreise klingelt manchmal morgens um 7.00 Uhr der Wecker. Es war eine kurze Nacht, aber es hilft alles nichts, wir müssen aufstehen, da wir zeitig beim Slowboat sein wollen. Es gibt keine festen Sitzplätze, und wenn wir nicht hinten beim Motor sitzen wollen, wird es Zeit für den Aufbruch. Unterwegs kaufen wir noch Proviant für die Fahrt und stellen beim Boot fest, dass bereits viele Leute dort sind, um sich die besten Plätze zu sichern. Wann mögen die wohl aufgestanden sein? Wir finden noch 3 Plätze nebeneinander, sehr eng und ungemütlich.

Am Mekong in Laos
Am Mekong in Laos
Schiffe auf dem Mekong
Hausboote auf dem Mekong

Um 10.00 Uhr starten das Boot nach Luang Prabang. Wir sehen die gleichen Leute wie gestern, die sich die Zeit mit Gesang, Gitarre spielen und lautstarker Unterhaltung vertreiben. Und auch der junge Mann ist wieder da, der fröhlich am frühen Morgen ein Bier nach dem anderen in sich hineinkippt und sehr kontaktfreudig ist. Ich nenne ihn hier mal „Die Bierdrossel“.

Ohne Zwischenfälle legt das Boot um 16 Uhr an, jedoch nicht wie früher direkt in Luang Prabang sondern ca. 10 km vorher. Tuk Tuks werden uns den Rest der Strecke in die Stadt fahren. Unser Gepäck wird aus dem Boot geworfen und wir steigen den Berg hinauf, um ein Ticket für 20.000 Kip/Person (2 €) zu kaufen. Sophia spielt derweil am Ufer im Sand und backt uns mit großer Begeisterung viele Kuchen.

Ein Tempel in den Berg hinein gebaut
Ein Tempel in den Berg hinein gebaut

Auch „die Bierdrossel“ stolpert aus dem Boot heraus. Er hat inzwischen eine komplett nasse Hose, keine Ahnung wovon, ob er schwimmen war? Ein Bootsmann erkundigt sich besorgt, wo er denn schläft? Daraufhin schmeißt er sich neben seinen Rucksack ins Ufergras und nuschelt: „Hier.“ Sprach’s und schläft gleich ein. Gute Nacht.

Man verfrachtet uns zusammen mit vier älteren Leuten aus Frankreich in ein Tuk Tuk. Sie sind für 3 Wochen in Laos unterwegs. Nach einer Weile hält der Fahrer irgendwo an und sagt, dass es hier Zimmer gibt. Alle, außer Sophia, einem Franzosen und mir, steigen aus zur Besichtigung. Dabei fällt uns auf, dass es viel zu weit vom Zentrum entfernt ist und wir lehnen das Angebot dankend ab. Nach kurzer Weiterfahrt werden wir vom Fahrer endgültig rausgeworfen.

Wo sind wir denn jetzt gelandet? Im Zentrum? Keine Ahnung. Also, zuerst einen groben Überblick verschaffen. Als nächstes die zwei notierten Hotels unserer Liste finden, begutachten und hoffen, dass uns eins davon gefällt. Die Wahl fällt auf die Villa Aphay. Zum Essen gehen wir zum Nachtmarkt und Sophia wünscht sich „Buffet“. Die Portion gibt es dort für sage und schreibe 15.000 Kip, das sind 1,50 €.

Zurück in unserer Villa gibt es eine lange ausgiebige Diskussion mit Sophia, wer in welchem Bett schläft. Sie findet es doof und ungerecht, immer ein Extrabett für sich zu haben, wo sie alleine schlafen muss. Nachdem das geklärt ist, alles bleibt wie gehabt, geht ein langer anstrengender Reisetag zu Ende.

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